Der zu Waldböckelheim gehörende, jedoch abseits im Wald nahe des Bad Sobernheimer Stadtteils Steinhardt gelegene Marienpforter Hof war Schauplatz einer groß angelegten Gemeinschaftsübung der Feuerwehreinheiten Bad Sobernheim und Waldböckelheim.
„Rauchentwicklung aus Scheune nach Blitzeinschlag“ lautete die von der Rüdesheimer Feuerwehreinsatzzentrale zunächst durchgegebene Alarmmeldung für die Einheit Waldböckelheim. Nur wenige Minuten später wurde die Alarmstufe erhöht und somit die Einheit Bad Sobernheim hinzu alarmiert.
Die ersteintreffenden Einsatzkräfte aus Waldböckelheim bestätigen die gemeldete Lage. Ein aufgeregter Anwohner schilderte, dass sich zuvor mehrere Personen vor dem aufziehenden Gewitter in dem Gebäude in Sicherheit gebracht hatten. Atemschutztrupps der Einheit Waldböckelheim begannen umgehend von der Vorderseite des Gebäudes mit der Personensuche. Die Einheit Bad Sobernheim setzte Atemschutztrupps von der Gebäuderückseite ein. Weiterhin musste eine Riegelstellung zu einem unmittelbar angrenzenden Strohballenlager errichtet werden. Die Löschwasserversorgung wurde durch zwei Tanklöschfahrzeuge sowie den Abrollbehälter Wasser des Landkreises Bad Kreuznach sichergestellt.
Im Verlauf des Einsatzes berichtete ein Passant von Hilfeschreien aus dem Wald. Da eine genauere Lokalisierung nicht möglich war, wurde die in Waldböckelheim stationierte Drohneneinheit der Verbandsgemeinde Rüdesheim sowie die Mehrzwecktransportfahrzeuge der beiden Einheiten zur Unterstützung alarmiert. Einsatzleiter Thomas Funck teilte die Einsatzstelle in zwei Abschnitte auf: Zum einen die Menschenrettung und Brandbekämpfung in der Scheune, zum anderen die Personensuche im Wald. Unterstützt wurde er durch den Einsatzleitwagen der Verbandsgemeinde Nahe-Glan.
Insgesamt konnten sechs Personen aus der brennenden Scheune gerettet werden. Die Drehleiter der Einheit Bad Sobernheim bekämpfte parallel das auf den Dachstuhl übergegriffene Feuer. Nach aufwändiger Suche konnte schließlich noch eine Jugendgruppe samt Betreuerin im angrenzenden Wald entdeckt werden. Mehrere Kinder waren verletzt und mussten mit Schleifkorbtragen aus dem Gelände getragen und an den Rettungsdienst übergeben werden. Nach gut zwei Stunden war die von Michael Ernst und Christoph Kaluza ausgearbeitete Objektübung beendet.
Im Anschluss an die Nachbesprechung und das Aufrüsten der Einsatzfahrzeuge ging es für die rund 50 Einsatzkräfte zum gemeinsamen Abendessen ins Gerätehaus nach Waldböckelheim.
Text- und Bildquelle: Christian Burkard, Freiw. Feuerwehr Waldböckelheim









