Rauchmelder

Rauchmelder retten Leben – vor allem nachts

Rauchmelder erkennen den Brandrauch frühzeitig, warnen die Bewohner und schenken so lebensrettende Minuten. Am jährlichen Rauchmeldertag appellieren Feuerwehren und Schornsteinfeger regelmäßig an die Verbraucher, gekaufte Rauchmelder auch richtig zu installieren. Vor allem nachts, wenn der Geruchssinn schläft, erweisen sich die kleinen Geräte als Lebensretter.


Quelle: http://www.rauchmelder-lebensretter.de/home/

„In Deutschland sind durchschnittlich ein Drittel der Haushalte mit Rauchmeldern ausgestattet. In vielen Bundesländern wird die Ausstattungsquote auf Grund der neuen Gesetzgebung in den nächsten Jahren zwar weiter steigen“, erläutert Christian Rudolph, Vorsitzender des Forum Brandrauchprävention in der vfdb, „allerdings kann ein Rauchmelder nur dann Leben retten, wenn er richtig installiert ist.“ Rheinland-Pfalz hat schon 2003 reagiert und vorgeschrieben, dass Neubauten mit Rauchmeldern ausgestattet werden müssen. Altbauten müssen bis Juli 2012 nachgerüstet werden. Die Rauchmelder müssen in Schlaf- und Kinderzimmer, sowie in Fluren, die als Rettungswege dienen, installiert sein. Für den Einbau der Rauchwarnmelder ist in der Regel der Bauherr bzw. Eigentümer/Vermieter des Hauses oder der Wohnung verantwortlich.

Brand im Kinderzimmer – eine Simulation zeigt Brisantes

Nach nur 30 Sekunden hat sich Rauch entwickelt. Es existieren noch keine Flammen. Man kann das Bett erreichen und das Kind in Sicherheit bringen. Damit verbundene Gesundheitsschäden sind vermutlich eine leichte Rauchvergiftung.

 

 

Nach nur einer Minute entwickelt sich massiv Rauch. Es wird schwieriger, dass Bett zu erreichen. Das Kind hat jetzt vermutlich schon eine Rauchvergiftung.

 

 

Nach nur 90 Sekunden ist der gesamte Raum verqualmt. Es bilden sich Flammen. Das Bett ist nur mit gesundheitlichen Schäden für sich selbst erreichbar. Die Temperatur steigt. Das Kind hat jetzt eine schwere Rauchvergiftung und Brandwunden.
Nach 2 Minuten steht die komplette Matratze in Flammen, das Feuer greift auf andere Gegenstände über. Man kann das Bett nur mit Brandwunden für sich selber erreichen. Die Hitze steigt auf ein Maximum an. Für das Kind besteht die Gefahr einer schweren Rauchvergiftung und schwere Verbrennungen, es befindet sich in Lebensgefahr.

Nach 2 Minuten und 30 Sekunden steht das komplette Bett in Flammen, das Feuer greift auf die Wände über. Das Bett kann man nicht mehr erreichen. Es herrscht unerträgliche Hitze. Füt das Kind gibt es keine Überlebenschance mehr.

Erst jetzt würde man in seinem Schlafzimmer durch den Brandgeruch geweckt werden.

 

 

Die Simulation wird beendet. Das komplette Zimmer steht nach nur drei Minuten in Flammen. Der Brandherd wird aus dem Zimmer entfernt.

Mehr Komfort und höhere Sicherheit

Der heutige Markt bietet eine große Vielzahl an Rauchmelderprodukten. Das sorgt beim Verbraucher oft für Unsicherheit, welcher Rauchmelder den besten Schutz bietet. Wichtig ist es, auf qualitativ gute und anwenderfreundliche Rauchmelder zu achten. Sie gewähren mehr Komfort, Sicherheit und lösen weniger Fehlalarme aus. Beim Kauf von Rauchmeldern sollte darauf geachtet werden, dass diese ein CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und die Angabe „EN 14604“ haben. Das CE-Zeichen besagt nichts über die Qualität, sondern nur, dass die Rauchmelder in Europa verkauft werden dürfen. Wer sichergehen will, sollte darauf achten, dass die Rauchmelder von einem zertifizierten Prüfinstitut, wie VdS zertifiziert wurden. Vernetzte Rauchmelder sind für den Hauseigentümer sinnvoll. So werden auch entfernte oder wenig genutzte Räume überwacht. Für Vermieter, die in Ländern mit Rauchmelder-Gesetzgebung weitestgehend verpflichtet sind, für die Funktionstüchtigkeit der kleinen Lebensretter zu sorgen, sind Anwendungen wie eine Demontagesicherung oder die fest eingebaute 10-Jahres-Batterie hilfreich.

Wo werden Rauchmelder installiert?

In neun Bundesländern ist die Installation von Rauchmeldern in privatem Wohnraum inzwischen vorgeschrieben. Die Gesetze beruhen auf einer deutschen Norm (DIN 14676) und schreiben vor, dass Rauchmelder in Schlaf- und Kinderzimmern sowie Fluren, die als Rettungswege dienen, installiert werden. Eine Installation optischer Rauchwarnmelder in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf und Staub entsteht (Küche, Bad, Hobbykeller), ist hingegen zu vermeiden. Auch in den Bundesländern ohne gesetzliche Vorgabe sollten Mieter oder Vermieter wenigstens diesem Minimalschutz gerecht werden, empfiehlt die Feuerwehr. Achten Sie auch darauf, dass ein Rauchmelder nur für einen 60 qm großen Raum ausreicht, für größere Räume brauchen sie zwei Geräte.

Die Montage von batteriebetriebenen Rauchmeldern ist denkbar einfach: Zunächst wird der Haltesockel an die Decke geschraubt. Danach wird der eigendliche Rauchmelder auf dem Haltesockel angebracht. Fertig!

 

 

 

 

Rauchmelder im Schrank?

Zu den wichtigsten Kriterien einer fachgerechten Installation gehört, dass ein Rauchmelder unter der Zimmerdecke, möglichst in der Raummitte montiert wird, dabei immer in waagerechter Position. Ein Rauchmelder im Schrank oder in der Schublade ist wertlos. Der verhängnisvollste Fehler ist Nachlässigkeit. Installieren Sie Ihre Rauchmelder daher am besten gleich nach dem Kauf ohne wertvolle Zeit zu verlieren.

Höhere Qualität bei Rauchwarnmeldern mit „Q“: Einheitliche Kennzeichnung von Rauchwarnmeldern mit zuverlässiger Funktionsbereitschaft von mindestens 10 Jahren

Die erhöhten Qualitätskriterien und technischen Weiterentwicklungen bei Rauchwarnmeldern innerhalb der letzten Jahre konnten nicht mehr transparent durch ein gemeinsames Prüfzeichen am Markt dargestellt werden. Brandschützer und Fachberater forderten daher seit langem eine Kennzeichnung für qualitativ hochwertige Rauchwarnmelder, die für den Langzeiteinsatz besonders geeignet sind.

Zur besseren Verbraucherinformation gibt es daher jetzt das neue „Q“: ein unabhängiges Qualitätszeichen, das für Rauchwarnmelder mit erweiterter Qualitätsprüfung steht. Folgende Leistungsmerkmale sind ausschlaggebend:

  • Geprüfte Langlebigkeit und Reduktion von Falschalarmen
  • Erhöhte Stabilität, z. B. gegen äußere Einflüsse
  • Fest eingebaute Batterie mit mindestens 10 Jahren Lebensdauer

Grundlage für das „Q“ ist die Erfüllung der erhöhten Anforderungen aus der neuen vfdb-Richtlinie 14-01. Die Prüfungen werden von notifizierten Prüfinstituten wie VdS Schadenverhütung und Kriwan Testzentrum durchgeführt. Das neue „Q“ ersetzt keinesfalls die EN 14604, sondern ergänzt sie in Bezug auf Kriterien, die aufgrund der EN 14604 nicht gefordert werden, auf die sich also die CE-Kennzeichnung nicht bezieht. Beratern und Verbrauchern, die Wert auf besondere Qualität und Zuverlässigkeit legen, bietet es eine verlässliche Entscheidungshilfe.

„Endlich werden die mindestens 10 Jahre Lebensdauer nicht nur für die Batterie, sondern auch für den Rauchwarnmelder selbst geprüft und belegt“, erläutert Christian Rudolph, Vorsitzender des Forums Brandrauchprävention in der vfdb. Der Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Bernd Pawelke, erklärt den Nutzen für den Verbraucher: „Das neue ‚Q’ bietet eine unabhängige und einheitliche Kennzeichnung von Qualitätsmeldern zur Orientierung am Markt. Brandschützer, Dienstleister und Berater haben zudem Antworten auf Verbraucherfragen, wenn es um die qualitative Unterscheidung von Rauchwarnmeldern geht.“

Und wenn es doch mal brennt?

Sollte es dennoch zu einem Brand kommen und Ihr Rauchmelder anschlagen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Informieren bzw. wecken Sie unverzüglich alle Hausbewohner.
  • Verlassen Sie unverzüglich das Haus, ohne etwas mitzunehmen. Wertgegenstände sind ersetzbar; Ihre Gesundheit oder gar Ihr Leben nicht.
  • Schließen Sie Türen wieder, nachdem Sie sich und andere in Sicherheit gebracht haben. Türen sind ein wesendlicher Bestandteil zum Eindämmen von Bränden.
  • Alarmieren Sie außerhalb des Gebäudes unverzüglich die Feuerwehr unter der europaweite Notrufnummer 112.

Weitere Informationen

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.rauchmelder-lebensretter.de.