Verkehrsunfall auf der L 108 bei Bockenau erfordert aufwendige technische Rettung

Datum: 19. Januar 2020 
Alarmzeit: 11:32 Uhr 
Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger, Sirene 
Art: Hilfeleistungseinsatz H2 > Hilfeleistungseinsatz H2.03 
Einsatzort: L 108, Bockenau Ri. Waldböckelheim 
Einsatzleiter: Wehrleiter VG Rüdesheim 
Fahrzeuge: FEZ Rüdesheim, FW Bockenau LF 8/6, FW Bockenau MTF, FW Bockenau TLF 24/50, FW Rüdesheim RW 1, FW Waldböckelheim MTF, FW Waldböckelheim MZF 3-TH, FüSt VG Rüdesheim ELW 1, Notarzt, Polizei, Rettungsdienst mit RTW, WL VG Rüdesheim KdoW, WLST 1 und 2 mit MTF 
Einheiten: Feuerwehr Bockenau, Feuerwehr Rüdesheim, Feuerwehr Waldböckelheim, FEZ Rüdesheim, Führungsstaffel VG Rüdesheim, Wehrleitung VG Rüdesheim 
Weitere Kräfte: Polizei Bad Kreuznach, Rettungsdienst 


Einsatzbericht:

Ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen ereignete sich am Sonntagvormittag auf der L 108 am Ortsausgang von Bockenau in Fahrtrichtung Waldböckelheim in Höhe des Werksgeländes der Firma Musashi.

Auf der Strecke war es zu einer Kollision zwischen einem Kleinbus und einem Kombi gekommen. Nach dem Zusammenstoß kam der Kleinbus nach links von der Fahrbahn und prallte in der angrenzenden Böschung gegen einen Baum. Die Unfallursache ist nicht bekannt, der Unfall wurde von den anwesenden Streifenbeamten der Polizei aufgenommen.

Aufgrund des Verletzungsmusters des Fahrers im Kleinbus forderte der Rettungsdienst die Feuerwehr zur technischen Rettung an. Für die um 11.32 Uhr alarmierten Feuerwehren aus Bockenau, Rüdesheim und Waldböckelheim, die gemeinsam mit der VG-Wehrleitung und der Führungsunterstützung angerückt waren, gestaltete sich die Rettung komplex. Der Fahrer war zwar nicht eingeklemmt, musste aber so schnell wie möglich aus dem Auto befreit werden. Aufgrund der Lage des Fahrzeugs in der Böschung teilte Einsatzleiter Christian Vollmer die Einsatzstelle in mehrere Abschnitte auf. Während die Feuerwehr aus Bockenau die Bäume und Sträucher rund um das verunfallte Fahrzeug mit der Kettensäge entfernte, den Brandschutz sicherstellte und die Fahrbahn sperrte, setzten die Feuerwehren aus Rüdesheim und Waldböckelheim zeitgleich zwei hydraulische Rettungssätze auf beiden Fahrzeugseiten ein und entfernten mit Rettungsscheren die Schiebetür, das komplette Dach und Teile des Lenkrades. Der Rettungsdienst wurde während und auch nach der Befreiung des Patienten von den Feuerwehren bei seinen Maßnahmen unterstützt.

In der anschließenden Einsatznachbesprechung im Feuerwehrhaus in Bockenau lobte Einsatzleiter Christian Vollmer ausdrücklich die sehr gute und zügige Zusammenarbeit der drei beteiligten Feuerwehren, die an diesem Sonntagvormittag mit 30 Einsatzkräften am Einsatz beteiligt waren und nach rund zwei Stunden wieder einrücken konnten.