Außergewöhnliche Ursache führt zu Flächenbrand bei Spall

Datum: 15. Juni 2026 um 15:55 Uhr
Alarmierungsart: DME, GroupAlarm, Sirene
Einsatzart: Brandeinsatz B2 > Brandeinsatz B2.02
Einsatzort: Spall, Gemarkung Ri. Gebroth
Einsatzleiter: Wehrführer Spabrücken-Hergenfeld
Einheiten und Fahrzeuge:

  • Feuerwehr Allenfeld: FW Allenfeld TSF
  • Feuerwehr Bockenau: FW Bockenau TLF 24/50
  • Feuerwehr Gebroth: FW Gebroth TSF
  • Feuerwehr Münchwald: FW Münchwald TSF
  • Feuerwehr Rüdesheim: FW Rüdesheim TLF 20/40 SL
  • Feuerwehr Spabrücken-Hergenfeld: FW Hergenfeld TSF, FW Spabrücken HLF 10, FW Spabrücken MTF
  • Feuerwehr Spall: FW Spall KLF
  • Feuerwehr Winterbach: FW Winterbach ErkFzg, FW Winterbach KTLF
  • FEZ Rüdesheim
  • Führungsstaffel VG Rüdesheim: FüSt VG Rüdesheim ELW 1
  • Wehrleitung VG Rüdesheim: FW VG Rüdesheim 90-3
Weitere Kräfte: Polizei Bad Kreuznach


Einsatzbericht:

Eine ebenso seltene wie außergewöhnliche Ursache hat am Montagnachmittag zu einem größeren Feuerwehreinsatz in der Gemarkung Spall geführt. Eine lokale Windhose verursachte dort einen Flächenbrand und sorgte zeitweise für Stromausfälle in der in umliegenden Gemeinden.

Kurz vor 16 Uhr bildete sich auf einem Feld zwischen Spall und Gebroth eine Windhose. Das dort vor wenigen Tagen abgemähte Heu wurde durch den Wirbelwind erfasst und meterhoch in eine vorbeiführende Stromleitung gewirbelt. Durch den Kurzschluss fing das Heu augenblicklich Feuer, fiel brennend zurück auf den Boden und entzündete die trockene Fläche in rasanter Geschwindigkeit.

Aufgrund der starken und weithin sichtbaren Rauchentwicklung gingen innerhalb kürzester Zeit mehrere Notrufe bei der Leitstelle in Mainz ein.

Angesichts der Lage ließ Wehrleiter-Stellvertreter Jörn Trautmann noch auf der Anfahrt der ersten Einheiten die Alarmstufe umgehend auf „Flächenbrand groß“ erhöhen. Neben der bereits alarmierten Feuerwehr Spabrücken-Hergenfeld wurden folgende Einheiten nachalarmiert: Die Ausrückegemeinschaften Allenfeld-Winterbach und Spall-Münchwald-Gebroth, die Großtanklöschfahrzeuge der Wehren aus Bockenau und Rüdesheim sowie die Führungsunterstützung der Verbandsgemeinde mit dem Einsatzleitwagen.

Unter der Einsatzleitung des Spabrücker Wehrführers Heiko Zuck führten die Wehrleute einen umfassenden Löschangriff durch. Der Brand auf einer Fläche von 500 qm wurde von mehreren Seiten gleichzeitig mit mehreren Rohren bekämpft, um eine weitere Ausbreitung auf angrenzende Felder zu verhindern.

Schneller Löscherfolg: Dank des gezielten und koordinierten Eingreifens der rund 30 Einsatzkräfte konnte bereits 35 Minuten nach der Erstalarmierung „Feuer unter Kontrolle“ an die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) Rüdesheim gemeldet werden.

Auswirkungen auf das Stromnetz

Der Zwischenfall in der Stromleitung blieb nicht ohne Folgen für die Stromversorgung der umliegenden Gemeinden. Durch den Kurzschluss kam es zu einem kurzzeitigen Stromausfall in den nördlichen Gemeinden der Verbandsgemeinden Rüdesheim und Nahe-Glan. Während des Stromausfalls wurden einige Gerätehäuser als Notrufannahmestelle besetzt. Der ebenfalls alarmierte und schnell eingetroffene Energieversorger Westnetz konnte die betroffenen Netze zügig umschalten und die Stromversorgung zeitnah wieder vollständig herstellen.

Personen kamen nicht zu Schaden.

Einsatzleiter: Wehrführer Heiko Zuck (FF Spabrücken)

Bericht: Freiwillige Feuerwehr VG Rüdesheim/Michael Ginz