West Highland Terrier Liwi schlägt bei Gartenlaubenbrand in Mandel Alarm

Eine bewohnte Gartenlaube ist in Mandel in der Straße Neunmorgen am Dienstagmorgen aus bisher unklarer Ursache völlig niedergebrannt. Durch lautes Bellen ihres West Highland Terriers Liwi wurden der in direkter Nachbarschaft zum Brandobjekt wohnende stellvertretende VG-Wehrleiter Rouven Ginz und seine Familie aus dem Schlaf gerissen. Beim Blick aus dem Schlafzimmerfenster erkannte seine Frau, dass die benachbarte Gartenlaube lichterloh in Flammen stand.

Da die Gartenlaube vom Sohn des Nachbarn bewohnt wird und das Feuer auf einen benachbarten Carport und ein weiteres Gartenhaus überzugreifen drohte, forderte Ginz über Notruf und Funk bei der integrierten Leitstelle sofort die Alarmierung der Feuerwehren Mandel und Sankt Katharinen sowie der Stützpunktfeuerwehr Rüdesheim an. Mit mehreren Gartenschläuchen unternahmen Ginz und Patrick Scholte, stellvertretender Wehrführer von Mandel, mit Unterstützung von weiteren Nachbarn erste Löschversuche, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Mit großer Mühe gelang es, die Flammen an einer Thujahecke in Schach zu halten. Ein Herankommen an das Gartenhaus war aufgrund der großen Hitze nicht mehr möglich.

Als die Wehren aus Mandel, Rüdesheim und Sankt Katharinen sowie die Führungsstaffel der VG-Feuerwehr kurz darauf an der Einsatzstelle eintrafen, bauten die Einsatzkräfte unter der Einsatzleitung von Wehrleiter Christian Vollmer von zwei Seiten einen umfassenden Löschangriff auf. Da nicht bekannt war, ob sich noch Personen in der Laube befanden, gingen zwei Atemschutztrupps vom Rüdesheimer Löschgruppenfahrzeug durch den benachbarten Carport mit zwei Rohren zur Menschenrettung und Brandbekämpfung mit Schnellangriff und C-Rohr vor. Parallel nahmen die Kräfte aus Mandel mit Unterstützung des Tanklöschfahrzeugs aus Rüdesheim eine Angriffsleitung über das betroffene Grundstück vor. Die Einheit Sankt Katharinen stand in Bereitschaft. Wenige Minuten nach den ersten Löschmaßnahmen der Feuerwehren war der Brand unter Kontrolle. Es wurde keine Person im Gartenhaus gefunden. Die Einsatzstelle wurde ausgeleuchtet. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich aufwendig, da die Laube vollständig wärmegedämmt war. Unter Atemschutz wurde das Haus ausgeräumt, Teile des Objekts mittels Kettensäge zerlegt und die Reste auf einer Wiese abgelöscht.

Ein Rettungswagen des DRK stand zum Eigenschutz der eingesetzten Kräfte in Bereitschaft. Ein Kamerad, der bei den ersten Löschmaßnahmen half, musste kurzzeitig wegen eingeatmetem Rauch behandelt werden. Die Polizei war ebenfalls vor Ort und forderte zur Brandursachenermittlung die Kriminalpolizei an. Für die Feuerwehren, die mit 45 Mann anrückten, war der Einsatz gegen 08:30 Uhr beendet.

Tanja Bock, Rebecca Scholte und Yvonne von Bohr-Ginz verpflegten die Einsatzkräfte mit Kaffee und Getränken sowie belegten Broten. Hierfür herzlichen Dank. Für Westi-Weibchen Liwi gab’s im Anschluss ein extragroßes Leckerli vom Herrchen. Denn ohne das aufmerksame Tier wäre der Brand mit großer Wahrscheinlichkeit erst später entdeckt worden und hätte ein größeres Ausmaß annehmen können.

Einsatznummer: 150/2017
Einsatzort: Mandel, Neunmorgen
Datum: 10.10.2017
Alarmstufe: Brand 2
Alarmierungszeit: 05:31 Uhr
Einsatzende: 08:30 Uhr
Einsatzdauer: 2 Std. 59 Min.
Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger und Sirene
Einsatzleiter: Wehrleiter VG Rüdesheim
Einheiten:
  • Wehrleitung
  • FEZ Rüdesheim
  • FüSt VG Rüdesheim
  • FW Mandel
  • FW Rüdesheim
  • FW Sankt Katharinen
Fahrzeuge/

Funktionsträger

  • FW Mandel TSF
  • FW Rüdesheim LF 16/12
  • FW Rüdesheim TLF 24/50
  • FW Rüdesheim RW 1
  • FW Rüdesheim MZF 3
  • FW Rüdesheim MTF 1
  • FW Rüdesheim MTF 2
  • WL mit KdoW
  • WLST 1 zu Fuß
  • Polizei mit FuStW
  • Rettungsdienst mit RTW