Grundausbildung bildet die Basis des Feuerwehrwissens: 25 Feuerwehraktive lassen sich in Rüdesheim zu Truppfrauen und Truppmännern ausbilden

Sechs Samstage lang haben sie die Feuerwehrschulbank im Rüdesheimer Feuerwehrgerätehaus gedrückt, haben Theorie gepaukt und das hier Erlernte in der Praxis geübt: An diesem Wochenende konnten 25 angehende Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis Bad Kreuznach ihren Grundausbildungslehrgang Teil 1 erfolgreich beenden.

Vor dem schönen Erfolg, der die Frauen und Männer der Feuerwehr nun offiziell berechtigt, an Einsätzen teilzunehmen, stand aber ein straffes Ausbildungsprogramm auf dem Lehrplan. Lehrgangsleiter Knut Klein und sein Ausbilderteam mit Dirk Fickinger, Thomas Harig, Maik Pleines, Jörn Trautmann, Dirk Zimmermann und Steffen Zorn schulten alle Lehrinhalte von den rechtlichen Grundlagen über den Löschangriff nach Feuerwehrdienstvorschrift (FwDV) 3 und die Rettung von Menschen über tragbare Leitern nach FwDV 10, Gefahren an der Einsatzstelle bis zum Einsatz der Feuerwehr bei technischen Hilfeleistungen in Theorie und Praxis.

Dank der neuen modularen Ausbildung, die nun an sechs Ausbildungstagen durchgeführt wird, können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch mal aus familiären, berufs- oder krankheitsbedingten Gründen fehlen und die verpassten Module an einem anderen Kreisausbildungsstandort absolvieren. Ein klares und gutes Signal der Feuerwehrverantwortlichen im Landkreis um Kreisausbildungsleiter Alexander Roßkopf an die Aktiven, durch das jeder motivierte Lehrgangsteilnehmer seine Ausbildung zeitnah zu Ende bringen kann.

Das bestätigten auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 16 bis 55 Jahren, die sowohl über die Jugendfeuerwehr als auch als Quereinsteiger ihren Weg zur Feuerwehr gefunden haben. Sechs Lehrgangssamstage sind sicherlich eine „lange“ Zeit, in der Nachbesprechung haben die Teilnehmenden diese Variante mit sechs aufeinanderfolgenden Samstagen aber für sich selbst als gutes Angebot gelobt und favorisiert. Durch die Verlängerung des Grundausbildungslehrgangs um einen weiteren Samstag im Vergleich zur bisherigen Regelung konnte in der Praxis deutlich intensiver mit „Wasser am Rohr“ geübt werden. Und auch der Einsatz zur technischen Hilfe wurde praktisch deutlich stärker geschult. Viele Teilnehmende waren von der Übung mit Wasser auf den Schläuchen hellauf begeistert und vermissten derartige Übungen in ihren Ortseinheiten. Ein wichtiges Signal an die Verantwortlichen der Feuerwehren in den 117 Landkreisgemeinden: Schult regelmäßig die Basics, damit die wichtigen Handgriffe im Ernstfall sitzen.

Das war auch Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Werner Hofmann ein wichtiges Anliegen, als er den Grundausbildungslehrgang am Prüfungstag besuchte und den Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmern sowie den Kreisausbildern für ihr Engagement dankte. Für Lehrgangsleiter Knut Klein und sein Ausbilderteam war es ein sehr fleißiger Lehrgang, der in den einzelnen Gruppen stets sehr engagiert zusammengearbeitet hat. Alle Aktiven packten mit an und auch beim Rückbau der Übungen wurden alle Einsatzmittel wieder ordnungsgemäß auf den Fahrzeugen verladen.

Knut Klein war hinsichtlich der Unterstützung für den Lehrgang voll des Lobes. „Mein besonderer Dank geht an die Feuerwehreinheit Rüdesheim, die nicht nur ihr Gerätehaus, sondern auch zahlreiche Einsatzmittel zur Verfügung stellte. Des Weiteren wurde der Lehrgang sehr lecker mit belegten Brötchen, Kaffee, Kaltgetränken und wechselnden Mittagsgerichten verköstigt. Diese Verpflegung wurde komplett durch die Kameradinnen und Kameraden der Einheit Rüdesheim an allen sechs Samstagen angeboten und gestemmt.“

Was hingegen nicht so gut funktionierte, war die Bereitschaft der Wehrführer der teilnehmenden Aktiven, Einsatzfahrzeuge für die praktische Ausbildung zur Verfügung zu stellen. Umso dankbarer zeigte sich Lehrgangsleiter Klein, dass die Wehrführungen der Einheiten Mandel, Rüdesheim, Stromberg, Warmsroth und Weinsheim Einsatzmittel und Fahrzeuge ihrer Wehren für die Ausbildung zur Verfügung stellten. An dieser Stelle wurde auch erneut deutlich, wie wertvoll ein funktionierendes Dienstleistungszentrum für die Feuerwehr (DLZ) mit hauptamtlichen Fachkräften ist. So wurde ein (während der Ausbildung) abgebrochener Haltebolzen ohne große Bürokratie innerhalb kurzer Zeit vom Team des DLZ der VG Rüdesheim/Langenlonsheim-Stromberg repariert.

Herzliche Glückwünsche zum bestandenen Lehrgang gehen an:

Simon Altmaier (Spabrücken), Sebastian Betz (Schneppenbach), Alexander Dory, Falk Thart (Hergenfeld), Robin Engelhart, Niclas Gewehr, Christian Thomas Pudlik (Daxweiler), Janina Fuhr (Schneppenbach), Jens Gillmann, Christian Meininger, Tim Steinert (Feilbingert), Stephan Haas (Bretzenheim), Jessica Hellwig (Duchroth), Andy Hennig, Lars Markus Meth (Waldlaubersheim), Peter Kaminski-Jung (Neu-Bamberg), Elias Kimbel (Bad Sobernheim), Noel Kurz (Staudernheim), Katharina Nemeth, Oliver Nemeth (Hackenheim), Toni Ott (Hundsbach), Tim Rosinus (Schwarzerden), Marlon Spreier (Kirn), Luan Stattmüller (Rüdesheim), Paul Wallhäußer (Waldböckelheim)

Text: Rouven Ginz, Pressesprecher Freiw. Feuerwehr VG Rüdesheim

Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Rüdesheim/Nahe

Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit