Gefahrstoffstaffel der VG Rüdesheim und Bad Kreuznacher Teileinheit unterstützen gemeinsam mit Binger Kollegen die Feuerwehr Mainz beim Brand der Rheingoldhalle

Datum: 16. Mai 2019 
Alarmzeit: 09:51 Uhr 
Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger, Telefon 
Art: Gefahrstoffe G1 
Einsatzort: Mainz 
Einsatzleiter: Zugführer GSZ LK KH 
Fahrzeuge: GSS VG Rüdesheim GW-Mess 
Weitere Kräfte: Feuerwehr Stadt Bingen, FW Stadt Bad Kreuznach, Kräfte aus der Stadt Mainz, LK Mainz-Bingen und Wiesbaden 


Einsatzbericht:

Beim Brand der Rheingoldhalle in Mainz am Donnerstag, 16. Mai 2019, wurde die Gefahrstoffstaffel der VG Rüdesheim überörtlich tätig. Um kurz vor zehn Uhr am Donnerstagvormittag erfolgt die telefonische Information des Gefahrstoffzugführers Peter Kurz durch KFI Werner Hofmann über die Anforderung von Messkomponenten des Gefahrstoffzuges des Landkreises Bad Kreuznach. Kurz darauf wurden die Gefahrstoffstaffel VG Rüdesheim (Standort: Feuerwehreinheit Wallhausen) und die Gefahrstoffteileinheit Bad Kreuznach alarmiert.

Nach rund 50 Kilometern Anfahrt wurde am Sammelpunkt in der Feuerwache 1 in Mainz-Bretzenheim ein gemeinsames Team für den Gefahrstoffmesseinsatz gebildet. Es bestand aus dem GW-AS der Feuerwehr Stadt Bingen am Rhein, dem MFZ 3 (GWG) und KdoW der Feuerwehr Stadt Bad Kreuznach und dem GW-Mess Wallhausen mit jeweils drei Einsatzkräften. Der Einsatzauftrag führte die Messkomponente in die Mainzer Innenstadt, genauer gesagt in den Bereich in und um das Rathaus, um dort Luftmessungen vorzunehmen.

Vor Ort diente der GW-Mess als zentraler Anlauf- und Ansprechpunkt der gemeinsamen Messeinheit und wurde aus je einem Mitglied aus Wallhausen und Bingen besetzt. Nach der Ausstattung aller Messtrupps mit identischen Dokumentationsunterlagen wurden die zuvor festgelegten Bereiche freigemessen. Hierbei kam die Messtechnik von allen Fahrzeugen für die drei Messtrupps aus Bad Kreuznach, Bingen und Wallhausen zum Einsatz: PID (Mehrgasmessgerät) und XAM (ExMeter mit CO-Komponente) mit Pumpe.

Wie Gefahrstoffzugführer Peter Kurz, der den Einsatz der Messkomponente führte, im Nachgang berichtete, wurde bereits vor Jahren zwischen ihm und Frank Polzer , Zugführer des Gefahrstoffzuges Landkreis Mainz-Bingen, vereinbart, dass die Gefahrstoffzüge die beiden Nachbarlandkreise die gleiche Messtechnik verwenden. Ein Umstand, der bei diesem Einsatz laut Peter Kurz ein echter Vorteil war.

Büro von Oberbürgermeister Michael Ebling freigemessen

Per Fußmarsch ging es durch die Einsatzstelle zum Rathaus auf dem südöstlich der Rheingoldhalle gelegenen Jockel-Fuchs-Platz. Der Einsatzauftrag lautete: Freimessen des gesamten Rathauses.
Diese Aufgabe übernahmen in den Stockwerken 0 und 1 die Kameraden aus Bingen, für die Etagen 4 und 5 waren die Aktiven aus Bad Kreuznach verantwortlich und die Wallhäuser Kräfte nahmen Messungen in den Etagen 2 und 3 vor. Hier wurde auch Oberbürgermeister Ebling in seinem Büro angetroffen, der sich überrascht zeigte, dass auch Einsatzkräfte aus dem Landkreis Bad Kreuznach in seinem schönen „Meenz“ im Einsatz seien. Nach der erfolgreichen Messung verabschiedete sich der OB bei den Einsatzkräften persönlich und dankte herzlich für ihren Einsatz. Anschließend wurden diverse wichtige Punkte im Bereich der Fußgängerzone und rund um den Dom freigemessen, bevor es zurück zur Wache 1 ging.

Dort wurden alle handschriftlichen Dokumentationen für die Abschnittsleitung durch das Team des GW-Mess aufbereitet und gescannt. Gegen 15 Uhr war der nicht alltägliche Einsatz in Mainz beendet und die Kräfte aus dem Landkreis traten den Rückmarsch an. Gegen 17 Uhr waren die Fahrzeuge wieder einsatzbereit.