Flüssiggas tritt in Winterbach aus Erdtank aus

Datum: 8. September 2018 
Alarmzeit: 15:42 Uhr 
Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger, Sirene 
Art: Gefahrstoffe G2 
Einsatzort: Winterbach, Am Felsen 
Einsatzleiter: Wehrleiter VG Rüdesheim 
Fahrzeuge: FEZ Rüdesheim, FW Allenfeld TSF, FW Bad Sobernheim GWG, FW Bockenau LF 8/6, FW Bockenau TLF 24/50, FW Spabrücken MZF 3-TH, FW Winterbach KTLF, FW Winterbach MTF, FüSt VG Rüdesheim ELW 1, GSS VG Rüdesheim GW-Mess, KFI LK Bad Kreuznach, WL VG Rüdesheim KdoW 
Weitere Kräfte: Gasversorger 


Einsatzbericht:

Einsatznummer: 176/2018

Kleine Ursache, große Wirkung: Aus einem undichten Blindstutzen eines Flüssiggaserdtanks an der Winterbacher Gemeindehalle strömte gestern Nachmittag gegen halb vier Flüssiggas aus und sorgte für einen gut zweistündigen Feuerwehreinsatz. Zuschauer eines Fußballspiels auf dem benachbarten Sportplatz hatten den typischen Geruch von faulen Eiern wahrgenommen und den Notruf abgesetzt.

Mit dem Alarmstichwort „G2 – Gasausströmung Winterbach“ erfolgte um 15.42 Uhr die Alarmierung der Feuerwehren aus Winterbach, Allenfeld, Bockenau und Spabrücken, der Teileinheiten des Gefahrstoffzuges aus Bad Sobernheim und Wallhausen mit einem Gerätewagen-Gefahrgut und einem Gerätewagen-Messtechnik sowie der Wehrleitung und der Teams der Feuerwehreinsatzzentrale Rüdesheim und der Führungsstaffel.

Winterbachs Wehrführer Carsten Schrot konnte bei seiner Erkundung den deutlich wahrnehmbaren Gasgeruch bestätigen. Der Platz um die Gemeindehalle wurde umgehend gesperrt und die Bewohner der umliegenden Häuser informiert, dass sie ihre Häuser verlassen sollten. Über die Feuerwehreinsatzzentrale in Rüdesheim wurde der Notdienst des Gasversorgers angefordert.

Ein Atemschutztrupp aus Winterbach verschaffte sich Zugang zur Befülleinrichtung des Erdtanks und stellte fest, dass der Bereich um den Blindstutzen vereist war. Dies deutete auf eine Gasausströmung hin. Während der Atemschutztrupp das Leck abdichtete, stellten weitere Kräfte aus Winterbach, Allenfeld und Bockenau den Brandschutz sicher. Mit einem wasserbetriebenen Überdrucklüfter wurde der Bereich um die Befülleinrichtung belüftet, um das Gas-Luftgemisch zu verwirbeln. Zwischenzeitlich war auch Ortsbürgermeister Werner Rebenich an der Einsatzstelle eingetroffen und informierte sich über die Lage und die Maßnahmen.

Einsatzkräfte der Gefahrstoffteileinheiten nahmen Messungen am Einfüllbereich vor, um die Gaskonzentration zu kontrollieren und eine Explosionsgefahr ausschließen zu können. Mit einem Lecksuchspray wurden weitere Leckagen ausgeschlossen.

Nachdem der Mitarbeiter des Gasversorgers gegen 17 Uhr an der Einsatzstelle eintraf und den defekten Blindstutzen gewechselt hatte, konnte der Einsatz der 32 Einsatzkräfte um Einsatzleiter Christian Vollmer nach einer weiteren Prüfung auf Dichtigkeit nach rund zwei Stunden beendet werden.