Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der L 236: Feuerwehren befreien schwerstverletzte Autofahrerin bei Hargesheim aus ihrem Auto

Datum: 22. Januar 2021 
Alarmzeit: 12:18 Uhr 
Alarmierungsart: DME, FME, GroupAlarm, Sirene 
Art: Hilfeleistungseinsatz H2 > Hilfeleistungseinsatz H2.03 
Einsatzort: L 236, Hargesheim Richtung Windesheim 
Einsatzleiter: Wehrleiter VG Rüdesheim 
Fahrzeuge: Einsatzgruppe DLZ mit MTF, FW Gutenberg MTF, FW Gutenberg TSF-W, FW Hargesheim-Roxheim KTLF, FW Hargesheim-Roxheim MTF, FW Hargesheim-Roxheim TSF-W, FW Rüdesheim MTF 1, FW Rüdesheim MZF 3, FW Rüdesheim RW 1, FW Spabrücken MZF 3-TH, FW Spabrücken TLF 16/25, FW Wallhausen LF 8/6, WL VG Rüdesheim KdoW 
Einheiten: Einsatzgruppe DLZ, Feuerwehr Gutenberg, Feuerwehr Hargesheim-Roxheim, Feuerwehr Rüdesheim, Feuerwehr Spabrücken-Hergenfeld, Feuerwehr Wallhausen, FEZ Rüdesheim, Führungsstaffel VG Rüdesheim, Wehrleitung VG Rüdesheim 
Weitere Kräfte: Abschleppdienst, Firma Bott mit Ölspurreinigungsfahrzeug, Polizei Bad Kreuznach, Rettungsdienst, Straßenmeisterei Bad Kreuznach 


Einsatzbericht:

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Freitagmittag auf der L 236 kurz hinter dem Kreisel Hargesheim-Roxheim in Richtung Windesheim. Dabei wurde eine Autofahrerin schwer verletzt und in ihrem Fahrzeug eingeklemmt.

Wie die Polizeiinspektion Bad Kreuznach in einer Pressemitteilung mitteilte, stießen gegen 12:15 Uhr am Freitag, 22. Januar 2021, auf der L 236 zwischen Hargesheim und Windesheim ein Pkw und ein Lkw frontal zusammen. Die 33-jährige Fahrerin des Pkw erlitt dabei schwerste Verletzungen.

Nach Angaben von Unfallzeugen ist die Autofahrerin vermutlich infolge nicht angepasster Geschwindigkeit in einer Kurve nahe des Kreisverkehrs in Richtung Hargesheim mit ihrem Wagen nach links auf die Gegenfahrbahn geraten. Hier stieß der Pkw mit dem ordnungsgemäß auf seiner Fahrspur fahrenden Lkw zusammen.

Die 33-Jährige wurde dabei im Beinbereich in ihrem Pkw eingeklemmt und zog sich schwerste Verletzungen zu. Der VW Polo wurde nach dem Zusammenstoß auf den angrenzenden Acker unterhalb der Fahrbahn geschleudert.

Um 12:18 Uhr wurden die Feuerwehren aus Rüdesheim, Hargesheim-Roxheim, Gutenberg, Wallhausen, Spabrücken und die Einsatzgruppe des Dienstleistungszentrums für Feuerwehr und Katastrophenschutz gemeinsam mit zwei Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug und einem Rettungshubschrauber sowie der Polizei alarmiert.

Durch die Feuerwehren aus Rüdesheim, Hargesheim-Roxheim und Gutenberg sowie das DLZ-Team wurde der Brandschutz sichergestellt, der Lkw gegen Wegrollen gesichert und die Batterie abgeklemmt. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst retteten die Feuerwehren unter der Führung des Rüdesheimer Wehrführers Martin Barth die Patientin mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeug. Zur Entklemmung der Autofahrerin entfernten die Einsatzkräfte mit dem Spreizer die Fahrertür und trennten die A-Säule mit der Rettungsschere durch. Um die eingeklemmten Beine befreien zu können, kam auch ein Rettungszylinder zum Einsatz, mit dem der Motorraum weggedrückt und so Platz zur Befreiung geschaffen wurde.

Parallel zu diesen Maßnahmen hatte Einsatzleiter Christian Vollmer die Feuerwehr Spabrücken beauftragt, zusätzlich ein eventuelles Auseinanderziehen des Polos vorzubereiten, was durch die schnelle Rettung mit hydraulischen Rettungsgeräten aber nicht erforderlich wurde. Die Einsatzkräfte aus Wallhausen standen in Bereitschaft und mussten nicht eingreifen.

Nach der Befreiung und weiteren Versorgung durch Notarzt und Rettungsdienst wurde die Patienten mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der leicht verletzte und unter Schock stehende Lkw-Fahrer kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus.

Laut Polizei liegt die Höhe des Sachschadens bei 30.000 Euro. Die L 236 musste in beide Richtungen voll gesperrt werden. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach wurde ein Gutachten zur Klärung des Unfallhergangs in Auftrag gegeben. Hierfür reinigte die Feuerwehr Rüdesheim auf Anforderung der Polizei am Nachmittag die Fahrbahn von Matsch und Schlamm, der durch die Rettungsmaßnahmen auf der Fahrbahn verteilt wurde.

Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Polizei und der Feuerwehren am Einsatz beteiligt, der für die Feuerwehren nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft gegen 15 Uhr endete.