Frühzeitige Alarmierung der Feuerwehr verhindert Waldbrand in Rüdesheim

Datum: 4. August 2020 
Alarmzeit: 17:26 Uhr 
Alarmierungsart: Funkmeldeempfänger, GroupAlarm, Sirene 
Art: Brandeinsatz B3 
Einsatzort: Rüdesheim, Radweg Richtung Weinsheim 
Einsatzleiter: Wehrleiter-Stellvertreter 1 VG Rüdesheim 
Fahrzeuge: FW Hargesheim KTLF, FW Rüdesheim LF 16/12, FW Rüdesheim TLF 24/50, FW Waldböckelheim TLF 16/45, FüSt VG Rüdesheim ELW 1, WLST 1 VG Rüdesheim mit Privat-Pkw 
Einheiten: Feuerwehr Hargesheim-Roxheim, Feuerwehr Rüdesheim, Feuerwehr Waldböckelheim, FEZ Rüdesheim, Führungsstaffel VG Rüdesheim, Wehrleitung VG Rüdesheim 
Weitere Kräfte: Polizei Bad Kreuznach 


Einsatzbericht:

Einer Familie aus Hargesheim ist es zu verdanken, dass es am frühen Dienstagabend gegen 17.30 Uhr in Rüdesheim nicht zu einem größeren Waldbrand gekommen ist. Die Eltern waren mit ihren beiden Kindern auf ihren Fahrrädern unterwegs und legten am Radweg zwischen Rüdesheim und Weinsheim unweit des DRK-Seniorenzentrums eine Rast am Ellerbach ein. Dabei nahm die Familie Brandgeruch wahr und stellte kurz darauf fest, dass auf der gegenüberliegenden Seite des Ellerbachs Rauch aus einem Holzhaufen aufstieg.

Der Familienvater verständigte daraufhin umgehend über den Notruf 112 die Leitstelle in Bad Kreuznach und meldete die Rauchentwicklung. Durch die Leitstelle wurde aufgrund der aktuell herrschenden Trockenheit direkt eine höhere Alarmstufe ausgelöst, die nicht nur die Feuerwehr Rüdesheim mit einem Löschgruppenfahrzeug und einem Tanklöschfahrzeug zu dem Brand alarmierte, sondern auch die benachbarte Wehr aus Hargesheim-Roxheim, ein zusätzliches Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Waldböckelheim und die Wehrleitung der Verbandsgemeindefeuerwehr mit der Führungsunterstützung in den Einsatz rief.

Dass das Absetzen des Notrufs absolut richtig war, stellte sich zwei Minuten nach der Alarmierung heraus, als Wehrleiter-Stellvertreter Rouven Ginz an der Einsatzstelle eintraf und erkannte, dass mittlerweile Teile des Holzhaufens in Flammen standen. Ohne den frühzeitigen Notruf der Familie hätte sich das Feuer unbemerkt weiter ausgebreitet und nach Einschätzung der Feuerwehr in kurzer Zeit auf die umgebende Waldfläche und einen Hang übergegriffen.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Rüdesheim um Wehrführer Martin Barth setzten zur Brandbekämpfung ein C-Rohr und 2.000 Liter Wasser ein. Der Holzhaufen wurde auseinandergezogen und die umgebende Vegetation umfassend bewässert. Der Einsatz der ebenfalls alarmierten Wehren aus Hargesheim-Roxheim und Waldböckelheim war nicht erforderlich. Nach knapp 45 Minuten war der Einsatz der 14 ausgerückten Einsatzkräfte beendet.

Bereits Ende Juni brannte nur wenige Meter von der Brandstelle entfernt ein Baumstamm. Da Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden konnte, forderte Einsatzleiter Rouven Ginz die Polizei an, die den Vorgang aufnahm.